Verschneiter Innenhof des GSI mit dem orangefarbenen Amtsgericht

Unsere Geschichte

Heimvolkshochschule in Bad Bevensen – gegründet 1975

Eine Geschichte mit Haltung

Das Gustav Stresemann Institut blickt auf eine lange Geschichte zurück. Die Grundidee der 1950er Jahre trägt bis heute. Auch die unparteiische und neutrale Ausrichtung hat sich der gemeinnützige Trägerverein bis heute beibehalten. Im Fokus steht das demokratische Miteinander.

Jugendsekretariat - Die europäische Idee

Anfang der 1950er Jahr wird auf Initiative des belgischen Politikers Paul-Henri Spaak das „Jugendsekretariat der Europäischen Bewegung“ gegründet. Grundidee dessen war die Förderung der Völkerverständigung in einer vom Zweiten Weltkrieg zerrütteten Welt und der Wunsch nach einem geeinten Europa. Berthold Finkelstein engagiert sich beim deutschen Büro der Europäischen Jugendkampagne, dessen Leitung er 1953 übernimmt. Aus diesem heraus baut er die Europäischen Bildungs- und Tagungsstätte, das heutigen GSI in Bonn, auf.

Teilnehmende sitzen lachend an einem Tisch mit Laptop und unterhalten sich

Gustav Stresemann – Der Namensgeber

Berthold Finkelstein wählte den Namen des deutschen Außenministers (1923 bis 1929) Gustav Stresemann mit Blick auf dessen Verdienste um die deutsch-französische Verständigung und die europäische Einigung in der Zeit zwischen den Weltkriegen.

Gustav Stresemann erhielt für seine Versöhnungsarbeit zusammen mit seinem französischen Kollegen Aristide Briand 1926 den Friedensnobelpreis.

In Deutschland wurde ihm jedoch eine entsprechende Anerkennung für seine Außenpolitik versagt. Er wurde für seine Verständigungspolitik von vielen als "Erfüllungspolitiker" der Siegermächte beschimpft.

Weißes Gebäude des GSI mit Wendeltreppe aus Metall, umgeben von Bäumen

GSI Niedersachsen – Das Europäische Bildungs- und Tagungshaus in Bad Bevensen

Das Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen e. V. wurde 1975 gegründet. Die Seminararbeit begann zunächst ohne eigenes Haus. 1977 konnte der Trägerverein das ehemalige Amtsgericht in Medingen vom Land Niedersachsen erwerben und zum Tagungszentrum umbauen. An diesem Ort befindet sich das Europäische Bildungs- und Tagungshaus bis heute.

Die Arbeit der im Stil der skandinavischen Heimvolkshochschulen aufgebauten Bildungsstätte war von Beginn an durch Seminare im Rahmen des Bildungsurlaubs geprägt. Eine wichtige Grundlage dafür war das Mitte der 1970er Jahre in Kraft getretene Erwachsenenbildungsgesetz. Niedersachsen gehörte damit zu den Vorreitern einer familienfreundlichen Erwachsenenbildung und der Förderung lebenslangen Lernens.

So konnte das GSI viele Jahre lang beispielsweise bei rund einem Drittel seiner Seminare eine kostengünstige Kinderbetreuung anbieten. Diese Tradition greifen wir heute wieder …

Gebäude des GSI mit Park, Pavillon und einer Skulptur

Amtsgericht, Richterwohnhaus und Gästehaus – Die Gebäude

Unser historisches Gebäudeensemble blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Das heute als „Amtsgericht“ bekannte, orangefarbene Gebäude ist ein ehemaliges Fürstenhaus. Es wurde 1541 im Auftrag des Herzogs Ernst „des Bekenners“ errichtet. Ursprünglich für seine Gemahlin Sophia von Mecklenburg vorgesehen, ging es später an seine Tochter Katharina über. In den folgenden Jahrhunderten diente das Gebäude der herzoglichen Verwaltung und Rechtsprechung. Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1960er Jahre war dort das Amtsgericht Medingen, als Teil des Landesgerichtes Lüneburg, untergebracht.

Das „Richterhaus“ oder auch „Richterwohnhaus“ entstand Mitte des 18. Jahrhunderts, als Medingen Sitz der herzoglichen Verwaltung und Rechtsprechung war. Die im Amtsgericht tätigen Richter waren dort in Wohneinheiten untergebracht.

Heute steht das „Amtsgericht“ und „Richterhaus“ unter Denkmalschutz.

Ergänzt wird das …

Kiesweg zum Amtsgericht in Medingen, rechts das graue Richterhaus, davor eine große Zeder

Heute – Ein Ort für lebenslanges Lernen

Heute ist das Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen e. V. ein lebendiger Ort für lebenslanges Lernen, Bildung und Begegnung. Im historischen Ortskern von Medingen, umgeben von der idyllischen Landschaft der Heideregion, leben wir das Konzept „Leben und Lernen unter einem Dach“. Unsere Seminare eröffnen Menschen die Möglichkeit, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln, neue Perspektiven zu entdecken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Familienfreundliche Angebote tragen dazu bei, dass Bildung und Familienverantwortung miteinander vereinbar sind.

Unser vielfältiges Programm umfasst eigene Seminare und Bildungsurlaube ebenso wie Veranstaltungen in Kooperation mit unseren Partnern. Darüber hinaus nutzen Gastgruppen das GSI als Tagungsort. Diese Mischung hält unser Haus offen für unterschiedliche Themen, Menschen und Ideen. Zugleich setzen wir uns dafür ein, das zum großen Teil …

Zwei Frauen unterschiedlichen Alters schauen lachend gemeinsam auf einen Laptop